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Von der Erstaufnahme zu Anerkennung

ANGEKOMMEN !

Seit Januar 2016 erhielten in zunehmendem Maße Asylbewerber ihre Anerkennung und haben seither den Status als anerkannte Flüchtlinge. Das heißt konkret, dass sie aufgefordert sind, sich eine Wohnung zu suchen. Die Nothilfe mit all ihren ersten Problemen wie Hilflosigkeit, Inkompetenz, Chaos, an Wände rennen, Unkenntnis der Abläufe, Kulturschock, das Meiste war den Flüchtlingen gar nicht vorstellbar, Glück mit Helfern oder Alleingelassen sein, ist somit beendet.

Jetzt beginnt erst die Phase des zur Ruhekommens, der Reflektion, der Orientierung, evtl. schon der Arbeitssuche und der Zukunftsvision. Wenn die Flüchtlinge das Glück haben, bald eine Wohnung zu finden, beginnt das Gefühl, eine zuverlässige Bleibe zu haben, die vielleicht einmal ein Zuhause wird.

Was wir jetzt tun können, damit die Neuankömmlinge Heimat finden, ist, sie zu unterstützen im Sprache lernen, in der Konversation und Kommunikation. Oder wir können sie einfach fragen, was ihnen fehlt oder was sie gerne einmal machen möchten. Sie anzusprechen im Geschäft oder auf der Straße, um ihnen die Bereitschaft zur Begegnung zu signalisieren und ihnen ein Lächeln zu schenken. Besonders schön wäre es auch, sie einmal einzuladen zu einem Ausflug, einer Veranstaltung, einem Rundgang oder einem Grillabend.

Wer jemals im Ausland gelebt hat so wie ich, glücklicherweise ohne dramatischen Hintergrund,  weiß wie dankbar man ist, wenn man Interesse spürt und auf Offenheit stößt, wenn man niemanden kennt und ein Anruf kommt, wenn die Kinder zum Spielen kommen dürfen und man selbst auf ein Glas Wein eingeladen wird.

Da in Thingers selbst noch kaum Flüchtlinge zugezogen sind, hat sich das Projekt bisher mit Informationsbeschaffung, Austausch und Vernetzung befasst, um eine Basis zu schaffen für künftigen Bedarf.

Dennoch gilt die Arbeit des Projekts und die Zielsetzung des „Heimat finden in Thingers“ für ALLE Menschen mit Migrationshintergrund, nicht nur für die aktuell angekommene Flüchtlingswelle. JEDER der aufgenommen werden möchte, Begleitung oder Unterstützung im Rahmen von sozialen Aktivitäten wünscht, kann sich an uns wenden.

Wenn Sie mitmachen wollen, ein wenig Ihrer Zeit beitragen und anderen Menschen und sich selbst eine Freude machen möchten, dann sprechen Sie uns an.

Christina Böttger-Lang
Projektleiterin